Sonntag, 22. Februar 2015

JanEtarium unterwegs: Vortragszeit in Stumpi

Guten Sonntag ;)

Erneut ein Ausflug nach Stumpi, dieses mal allerdings in Gruppenstärke - meine Kolchosengenossen, die "finsteren Gesellen" des kleinen Beobachterkreises dessen Mitglied ich das Glück habe zu sein, folgten meinem Ruf in den Vogelsberg um sich die Örtlichkeit auch endlich mal anzusehen. Zunächst sah alles nach Vollzähligkeit aus, aber wir wissen ja: "Leben - das ist das was passiert während du andere Dinge planst...!" Leider mussten wir auf Benny und Rainer in letzter Minute doch noch verzichten und sie wurden auch vermisst!

Die getrennte Anreise in mehreren Fahrzeugen brachte es mit sich daß Michael und Andreas schon vor Ort waren als Ralf und Ego ankamen und zu unserer Überraschung bereits gebannt einem Vortrag lauschten. Walter Gröning, der stellvertretende Vorsitzende des ansässigen Vereins, war bereits mitten drin einer Gruppe Kinder unser Sonnensystem und allerlei drumherum zu erklären. Die Kids lauschten gebannt und stellten viele Fragen, die der äußerst gewandte Walter kompetent wie gewohnt zu beantworten wusste. Die zeitliche Überschneidung war wohl so nicht geplant, aber so kamen wir in den Genuss von gleich 2 Vorträgen an einem Abend und es war eine Freude zu sehen wie hier aktiv der Nachwuchs gepflegt und Wissen vermittelt wird.



 Der eigentlich avisierte Vortrag von G. Eifert mit dem vielversprechenden Thema:
„Fernglasobjekte“ Was sehe ich mit dem Fernglas am Nachthimmel? startete dann mit kleiner Verspätung, bot aber interessante Ansätze und wurde durch allerhand selbst erstellte Zeichnungen der Beobachtungen der Referentin untermalt. In Sachen Objektkunde waren wir als fortgeschrittene Enthusiasten dann doch "leicht" unterfordert ;) aber das ist Frau Eifert nicht vorzuwerfen, richtete sich ihr Exkurs doch eher an Menschen die in der Thematik noch nicht so verwurzelt sind und denen überhaupt erst die Möglichkeit daß man auch mit einem Fernglas "da oben was sehen kann" vermittelt werden sollte.


Vortragszeit mit G. Eifert


Nach dem Vortrag war wie erhofft noch Zeit für ausgiebige Schwätzchen mit alten Bekannten und auch eine kleine Führung durch die Räumlichkeiten der Sternwartenanlage. Auf Besucher ist man hier schon lange sehr gut eingerichtet, verfügt man doch über 4 Gästebetten in 2 getrennten Zimmern und weitere Schlafmöglichkeiten in Form von Liegen und genug Platz diese aufzuschlagen. Die Freunde des Astrocampings sind aber sicher zahlreicher zu verarzten, das große Freigelände bietet reichlich Platz für Zelte, Caravans oder Wohnmobile, es gibt vom Strompilz bis zum freien WLAN und natürlich Küche und Duschen alles was das Astrocamperherz begehren mag und gegen nur geringen Obolus kann man an der Sternwarte, wie ich selbst vielfach erfahren durfte, tolle Beobachtungsnächte in netter Gesellschaft mit allem Komfort genießen und ist auch in Sachen Organisation in besten Händen! 

Kuppel- und Rolldachgebäude im Visier


Zum Abschluss des Abends  gab es, wie angedacht aber angesichts des bedeckten Himmels bei der Anreise eher unerwartet, noch einen Blick auf den "König der Planeten", Jupiter durch das 20" Cassegrain-Teleskop der Anlage. Dank bestem Seeing und leichtem Hochnebel somit Top Bedingungen für eine Beobachtung dieses Planeten.

Blick auf Jupiter mit amtlichem Gerät


Leider kam die optimistischer Weise mitgebrachte BinoMonti nicht mehr zum Einsatz, der Himmel gab es einfach nicht her und die Gespräche tendierten auch nicht in eine Richtung wo man gesagt hätte "ach was, ich bau trotzdem mal auf und zeige "was möglich ist" ;) So wurde der Abend an der Sternwarte dann etwas früher beschlossen als ich es mir gewünscht hatte, aber auch beim Burger-Stop auf der Heimreise wurden noch interessante Schwätzchen gehalten und alles in allem haben wir den Samstagabend wohl alle schon schlechter und langweiliger verbracht als gestern....

Vielen Dank für´s lesen! 


Gruß und klaren Himmel

Der Jan


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