Freitag, 24. Dezember 2010

Fröhliche Breinachten...

...und einen Guten Rutsch ins neue Jahr hat mir gestern der Kai gewünscht :)
Ein Bild von seinem Weihnachtsstern hing auch mit dran:



Das gleiche wünsche ich allen tapferen Lesern, die wie ich auf gescheites Wetter warten und eisern immer mal wieder vorbeischauen ob ich nicht doch was geschrieben habe.... Den süssen Fratz konnte ich der Welt einfach nicht vorenthalten ;)

Der treue Leser und aufmerksame Beobachter erkennt sofort die frechen Züge meines Überraschungsbesuchers am ATDS TT

Habt Ihr gut gemacht, Ihr 2 ! Vielen Dank für das niedliche Bild von Eurem Kurzen.


Bis bald im JanEtarium

Der Jan

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Intermezzo - weil wieder nix geht...

Ich hatte fast schon mein Passwort für dieses Blog vergessen so lange habe ich hier nichts geschrieben. Ich rege mich übers Wetter schon gar nicht mehr auf. Auch nicht darüber, daß es nichtmal im Sonnensystem was zu schauen gibt..... MOND wollte ich schon in meiner Verzweiflung beobachten - und wer mich kennt, der weiß was ich vom Mond und seiner Beobachtung halte :P Aber selbst der hat sich hinter Wolken versteckt. Schaspatt.

Also gibt´s eben ein noch ein Video von etwas das man in Deutschland natürlich auch wieder nicht sehen konnte:


Winter Solstice Lunar Eclipse from William Castleman on Vimeo.

Die partielle Mondfinsternis von gestern Morgen, im Zeitraffer gefilmt in Gainesville, Florida.
Enjoy ;)

Gruß aus dem JanEtarium

Der Jan

Donnerstag, 18. November 2010

Wenn die Galaxis aufgeht....

Zu gucken gab es diesen Neumond wieder nix !
Vor lauter Langeweile schaute ich mal wieder auf manch lange unbesuchten Seiten vorbei und fand ein geniales Video vom Aufgang des Galaktischen Zentrums am nächtlichen Himmel.


Galactic Center of Milky Way Rises over Texas Star Party from William Castleman on Vimeo.
Schade, daß wir etwas zu nördlich wohnen um das Zentrum unserer Heimat in solcher Pracht sehen zu können. Bleibt der Urlaub in südlicheren Gefilden....
Aber es kuckt ja eh keiner hoch.

Gruß aus dem JanEtarium
Der Jan


Freitag, 5. November 2010

Frühaufsteher: Rausgeguckt !

Endlich gab´s mal wieder eine visuelle Neuentdeckung eines Kometen durch einen Amateur !
Zu allem Überfluss hat der neue Komet auch gleich 2 Entdecker: Kaoru Ikeya und Shigeki Murakami spürten den doch recht hellen Schneeball wohl zeitgleich auf und mittlerweile ist er sogar benannt....


Ikeya hatte den Kometen zunächst mit 25cm Öffnung entdeckt, danach gab es eine Beobachtung von Murakami im 18"er die den Fund bestätigte. Weitere Beobachtungen werden den Bahnverlauf sicher noch genauer ergründen lassen.

Mit einer Helligkeit von derzeit 7,5mag sollte der neue Komet ein leichtes Ziel für Ferngläser sein, allerdings beschränkt sich die Sichtbarkeit im Moment noch auf die frühen Morgenstunden.

Auf jeden Fall gibt´s schon mal Karten von Winnie :


vorraussichtliche Bahn des Kometen durch das Sternbild Jungfrau

Karten wie immer bei Winnie geklaut.... Danke ;)

Allen Frühaufstehern Gute Jagd - vielleicht reißt der Himmel ja mal auf !

Wer dem Kometen lieber im warmen folgen will, der findet hier eine editierte Konfigurationsdatei für Stellarium die die Bahndaten einiger lohnender Kometen inklusive des neu entdeckten enthält. Man kopiere sie einfach in den Ordner DATA im Programmverzeichnis und überschreibe so die alte....

Gruß aus dem JanEtarium

Der Jan

Freitag, 8. Oktober 2010

Nochn Schneeball...

Endlich isser in Fernglasreichweite :)
Komet 103/P Hartley 2 ist gerade im Vorbeiflug und kommt uns sogar recht nahe. Eigentlich hätte er schon länger und auch teils mit bloßem Auge sichtbar sein sollen - aber wie´s halt ist....Hätte, Wäre, Wenn ;)

Bahn von 103/p Hartley 2 durch CAS und PER

Im 10x50 Fernglas ist der Komet allerdings wirklich leicht zu sehen: Ein fluffiges Etwas von respektabler Größe - so in etwa wie die Galaxie M33.....nur etwas schwächer. Ich hatte bereits Dienstagnacht das Vergnügen mit beiden Ferngläsern draufzuhalten. Ein toller Anblick ! Ich mag Kometen :)

Aktueller Bahnverlauf

Dieser Tage steht der Komet recht spektakulär mit dem Doppelsternhaufen im Perseus im selben Blickfeld. Mal sehen ob mir dieser Anblick auch vergönnt ist.

weiterer Weg von 103/p in Richtung AUR

Spätestens am 15. des Monats ersäuft der Arme wohl im hellen Mondlicht und wird danach nicht mehr beobachtbar sein - schade eigentlich: Kaum ist er zu sehen ist er auch schon wieder weg. Aber gerade das macht auch einen Teil des Spasses bei der Kometenbeobachtung aus....

Danke an Winnie für die Aufsuchkarten. Die nächsten stricke ich wieder selbst.
Vielleicht^^


Gruß aus dem JanEtarium

Der Jan

Montag, 16. August 2010

ATDS Familientreffen 2010


Endlich Daheim ! Schee war´s...

Nach 5 Tagen und Nächten in Rhena bei Korbach die von fortgesetztem Schlafentzug, latenter Unterkühlung, etwas Fachsimpelei und viiiiel Spaß geprägt waren bin ich nun wieder im JanEtarium angekommen. Der verpasste Schlaf wurde nachgeholt und soeben hab ich die Bilder des vergangenen ersten ATDS TT 2010 sortiert...

Nicht da gewesen ? Da hat der Leser DEFINITIV was verpasst !

Los geht die Reise:

Ausgepackt, aufgestellt: Casa de ME :)
Meine Heimstatt für die nächsten 5 Tage

Was man so braucht....
...und wie man es ordnet.
Die Ruhe vor dem Sturm - noch bin ich alleine.


Der Platz wird reichen....und Raum für Wachstum ist auch noch.
Auch an die Kinderschar wurde gedacht...
....und an eine Kuschelecke für die Unterstützer der Tabakindustrie.

Die ersten 100 Besucher mussten beim Thema "Parkplatz" nicht nervös werden ;)


LOS ging es: Die Mitglieder reisten an und es wurde sich sogleich allerorten der Forschung.....

....und der Bildung hingegeben.


Erfindungen wurden gemacht (...und der Lightbridge endlich ein Sinn gegeben ;) )

Der strahlend blaue Himmel lockte zum erkunden unseres Heimatsterns.

Der Nachwuchs erfuhr sogleich eine Förderung....

Neubauten wurden gezeigt...

"mal eben schnell"-Konstrukte präsentiert....

...und unter sach- und fachkundiger Anleitung allerhand Gebastel gehalten.

ZEN-Momente gab es allerdings auch !

Sogar die Deutsche Bahn lieferte kostenfrei die Logistik für Optiktests...

Das Equipment für die Vortragspräsentation fiel ebenso standesgemäß aus...
Dank sei hier MW-Event gesagt

Wollte DER nur Halbtags bleiben ? Nein !
Das war die Auflage für die Knipserfraktion...ohne Blendschutz gibt´s keinen Einlass.
Wir wollten ja beobachten.
Der Gebrauchtmarkt florierte: Bennys Resterampe....

Ich hoffe der kleine Rundgang auf dem ATDS TT 2010 hat Spaß gemacht.

Mein Dank geht an Alle Mitglieder des Astrotreff-Deepsky, das gesamte Orga-Team...besonders an Heiko für das Erschnüffeln des tollen Platzes (ein logistischer TRAUM !), Allen Bürgern des Dörfchens Rhena für das rege Interesse, den Sportverein, den Rhenaer Ortsvorstand, den tüchtigen Fleischer Oliver Spandehra (neu im Dorf und mit SENSATIONELLEM Kräuterbraten und Frikadellen von WELTKLASSE *Jamm*), die Stadt Korbach, weiter die wohl schlechtesten Geocachelegern die ich je gesehen habe, sowie die Myriaden von Fliegen für das Verbreiten von Kurzweil und Alle Anderen die am Gelingen unseres ersten Forentreffens beteiligt waren....

Dank sei auch allen Mitarbeitern des Stadtkrankenhauses Korbach, die mir meinen Mitbeobachter Benny wieder auf die Füsse gestellt haben ;)


Mein Highlight des Treffens: Audienz bei Viktor Stendal ;)
Ein Überraschungsbesuch der schöner nicht hätte sein können !
Danke....

Noch mehr zum Treffen in Rhena gibt es übrigens hier zu lesen...



Grüße aus dem JanEtarium

Der Jan

Sonntag, 8. August 2010

Ein wahres Wort...



.....hat Günther Mootz jüngst in einem Artikel geschrieben.
Ich bin gerade wieder darüber gestolpert und befand es für zitatwürdig !
Wen er wohl meinen mag ;)

6-Der Galaxienheini
ist dem Nebelfuzzi eng verwandt, allerdings mag er Filter nicht, denn sie blockieren einen Großteil des Lichts und die GX ist nun mal ein Objekt, welches auf allen Wellenlängen strahlt.
Wie kaum ein anderer Hobbyastronom hasst er Licht, welches nicht von jenseits des Sonnensystems kommt, also besonders den hellen Mond. Selbst die Planeten werden von ihm kaum beachtet und schon gar nicht beobachtet, denn ein heller Saturn verdirbt die Dunkeladaption für eine knappe Stunde der kostbaren Zeit.

Dunkeladaption ist sein Zauberwort, Stör- und Fremdlicht sein Verderben. So ist er in den dunkelsten Winkeln seiner Heimat zu finden, scheut für 0,2 Mag mehr auch weite Wege nicht, zettelt wegen Laptops oder Lasern Platzrevolten auf Teleskoptreffen an und wird bei etwas zu hellem Rotlicht bereits übellaunig. Die manchmal nächtens dummdreist auftretende, doch recht seltene gemeine Weißlichtsau wurde von ihm als eigene Spezies so benannt und sollte ihm besser nicht in die Finger geraten. Er hat mit all diesen Dingen Recht, in sofern ist es unschädlich, ja gewinnbringend, sich seinem Willen zu beugen. Ein wenig von ihm steckt als Keimzelle in uns allen.

Unter der Annahme, dass er den Start mit unserem beispiellosen 8“ F/6 Dobson hinlegt, unterliegt er, wie kaum ein Anderer der Gefahr, dem oft kritisierten Öffnungswahn zu erliegen. Weniger kritisch betrachtet heißt das auch Öffnungsfieber und ist in seinem Fall nur zu berechtigt, denn Auflösung, Lichtsammelleistung und Vergrößerungsfähigkeit sind nun mal an Öffnung gebunden, wie die Krawatte an den Hals, also entweder oder.

Ob er nun zuerst den 8-Zöller, der ihm wirklich schon sehr viel aber eben nicht genug zeigt, bestens mit weitwinkligen Okularen versorgt oder gleich Mal die Öffnung auf 12“ steigert, bei ihm bleibt die Lage immer im Fluss, die nächste Teleskopgröße im Kopf.
Er hat das Aufsuchokular mit angepasster AP, bei Standorten mit unterschiedlicher Himmelsqualität auch deren Zwei. Er hat die besten Karten für die Aufsuche und die Fähigkeit zu zielsicherem Starhopping mit der Muttermilch genuckelt.
......



Die ganze Freakshow gibt es hier zu lesen. Wünsche gute Unterhaltung :)


Gruß aus dem JanEtarium

Der Jan

Dienstag, 13. Juli 2010

Aus der Ferne...



...gratuliere ich mal meinem lieben Forenkollegen, Kurzzeithausgast und Betreiber der Seite Deepsky Chiemgau Costa zu seinem Neuerwerb:

Costa voller Stolz mit seinem gebraucht erworbenen 16"er.

Einen Beobachtungsbericht vom ersten alpinen Einsatz hat er auch schon verbrochen und mir bleibt nur ALLES GUTE MIT DEM HAMMERTEIL zu wünschen ;)

Gute Jagd unter immer ein faustgroßes Wolkenloch überm Spiegel wünscht


Der Jan

Julinächte in Hemdsärmeln III

...Und gestern war es für eine Stunde wirklich SEN-SA-TIO-NELL ! :)
Aufgestachelt durch einen Beobachtungsbericht mit einer recht wunderlichen Aussage in meinem Heimatforum und sehr überrascht ob der perfekten Transparenz des Himmels in der großen Wolkenlücke über mir hielt es mich wieder nicht im JanEtarium, sondern es wurde schnell alles nach draußen verfrachtet...

Schon beim warmkucken hatte ich bemerkt, daß in dieser Nacht einiges gehen sollte.
Es galt mal ins Sternbild Cepheus zu halten und dort das mir wohlbekannte Pärchen aus NGC 6939/6946 (auch Caldwell 12) ins Visier zu nehmen, denn ich wollte unbedingt nochmal prüfen WIE BLIND der im BB erwähnte Kollege denn sein musste.

Pärchen im Sternbild CEP, an der Grenze zu CYG
Bild von Wikisky.org

Im 10"er ist die Galaxie NGC 6946 sehr apparent, wenn auch nicht immer mit Spiralarmen zu sehen. Im 20x80 Triplet sieht man sie als recht auffällige Aufhellung und muss sich (gescheite Transparenz vorrausgesetzt...) auch nicht die Augen verbiegen. Da die Nacht es hergab, ich latenten Zorn ob der offensichtlichen Unfähigkeit des Kollegen( "Im 16Zöller ungesehen...!" ) und der unnötigen Beweihräucherung eines von mir nicht sehr geschätzten Jungbeobachters verspürte hielt ich mal mit dem montierten 10x50 WP drauf..... Siehe da: Auch im kleinen Glas ist die Galaxie sichtbar ! Wer weiß, wo die Sternketten laufen und wo die Galaxie NICHT ist, der kommt ihr also in einer guten Nacht wie der gestrigen auch mit dieser kleinen Optik auf die Spur.

Den Rest der klaren Stunde unterm Julineumond war Genussspechteln angesagt: "Barnard´s E" kam im kleinen Fernglas wieder wirklich deutlich und klar gegen die Milchstraße abgesetzt daher, auch "Die Zigarre" B168 (von beiden schrieb ich ja bereits) sorgte beim Schreiber dieser Zeilen für leichtes sabbern ;) Konnte ich in deren Verlängerung doch auch noch den sehr interessant aussehenden Sternhaufen NGC 7209 im Sternbild "Eidechse" einfangen. ICH und Sternhaufen....ich muss Fieber haben ! War aber ein Klasse Anblick.

Keine Sommernacht ohne prüfenden Blick in Richtung M31, der "Andromedagalaxie".
Langsam steigt sie hoch genug um nicht nur milchig trüb auszusehen und die beiden Begleitgalaxien M 110 und M 32 sind ohne Mühen zu beobachten...


Zum Abschluss nochmal durch die Milchstrasse im Schwan - wie könnte es im Juli anders sein ;) und noch den Nordamerikanebel bestaunt: Klar begrenzt und besonders ausgedehnt kann man diesen Nebel in beiden Ferngläsern abfahren und heute beeindruckt besonders die "Great Wall" - ein sehr dichter Bereich des Nebels, der beim Kontinent wohl die pazifische Küstenline Mexikos bilden würde...

Bild der "Great Wall" wieder bei Heiko Mehring geklaut ;)

Das Staunen der Nacht wurde dann leider wieder jäh durch hereinziehende Wolken beendet, aber so genial wie die Anblicke in der kurzen Zeit waren werde ich davon sicher noch ein Weilchen zehren können...Danke für´s lesen !


Gruß aus dem JanEtarium

Der Jan

Julinächte in Hemdsärmeln II

Na...einen kleinen Bericht war ich ja noch schuldig. Das holen wir dann heute nach.... Es ergaben sich gar noch DREI Nächte in denen was ging, in zweien allerdings war definitiv nichts an Galaxien zu reissen - dafür war die gestrige Nacht um so spannender und in den beiden anderen gab es gute Gespräche:

Freitag auf Samstag in L. war wieder mal Großauflauf angesagt, was mir beobachterisch ein wenig gegen den Strich ging, dank der Gelegenheit zu Fachsimpeleien allerdings doch einen Heidenspaß gemacht hat. Benny hat hierzu auch einen Bericht verfasst.

Das genialste an diesem Abend war sicher die Anwesenheit von Thomas K. nebst seines 4" Binos.
Ich hatte ja jüngst in Sachen Stativ endlich mal was halbwegs gescheites angeschafft und hatte dabei auch schon im Hinterkopf, daß da (wenigstens in der Not) auch mal was schwereres drauf passen muss ;) Um hier nicht mit Details zu langweilen: ES PASST ! Und es TRÄGT !
Die 7 Kilo Gewicht des Doppelrefraktors werden mit nur minimal verlängertem Nachschwingen getragen und man kann sogar noch schmerzfrei damit beobachten. Allerdings wohl nicht im täglichen (Dauer-)betrieb....da gibt´s doch einige Einschränkungen und die Physik lässt sich ja bekanntlich nicht überlisten. Als Reiselösung mit nicht ganz ausgefahrenen Beinen und Mittelsäule aber durchaus tauglich finde ich.
(Notiz an mich selbst...Schwenkarm weiterbauen ! :D )

Am selben Abend bekam noch mein Spiegel die höheren Weihen ! Per Ronchi-Test wurde bestätigt, was eh längst jeder mitbekommen hat: "Bettsies" Spiegel ist wohl wirklich erstklassig.
Es lacht des Besitzers Herz und ich kann nun noch ein bisschen stolzer neben den "Premium-ich-hab-zuviel-Geld-deshalb-das-Hobby"-Kollegen aufbauen.

Samstag auf Sonntag war ich mit Andi Sch. und "Carlo" draußen. Der arme Andi war ganz ausgesüchtelt und wollte selbst ob der nicht so tollen Wetteraussichten nicht von seinem Plan ablassen den 16"er wieder Gassi zu führen. Fazit des Abends: Hör´auf den WetterChinesen !
Direkt nachdem der Photonensauger aufgebaut, justiert und warmgekuckt war zog es komplett zu und wir haben eigentlich wieder nur geschwatzt...In so sympathischer Runde aber immer ein Genuß. Danke für´s her kommen Ihr 2.


Gruß aus dem JanEtarium

Der Jan

Freitag, 9. Juli 2010

Julinächte in Hemdsärmeln I

NA, ENDLICH ! Es geht auf Neumond zu UND es gibt ein bisschen Himmel ohne Wolken... Man soll´s nicht glauben ;)
Die vergangen beiden Nächte gab´s wieder was zu kucken und da hab ich mich nicht Bitten lassen. Nachdem Benny und ich vor einigen Tagen im Westtaunus unter geschlossener Wolkendecke unterwegs waren ist es nun zweimal hintereinander richtig nett geworden. Mittwoch auf Donnerstag verbrachte ich ausnahmsweise ohne rauszufahren auf der Terrasse, Do. auf Fr. aber ging es dann wieder ins BennyLand und es wurde in geselliger Runde beobachtet.... Aber der Reihe nach:

Die erste Nacht begann im JanEtarium. Schnell war aber klar, daß der Himmel mehr zu bieten hatte und so bin ich fix umgesiedelt.

Der Cirrusnebel, ein Supernovaüberrest fürs Fernglas im Sternbild Schwan.
Bild aus Wikisky.org

Nachdem ich kontrolliert hatte ob der "Nordamerikanebel" NGC 7000 noch an Ort und Stelle und der Supernovaüberrest bekannt als "Cirrusnebel" noch am strahlen ist (JA!) ging es zunächst auf die Suche nach einigen Dunkelnebeln in der Milchstraße.

Barnard´s "E" im Sternbild Adler
Bild aus Wikisky.org

Den Anfang macht die Kombi aus B 142/143 in AQL. Diese Kombination aus zwei dunklen Staubwolken vor dem Sternenmeer der Milchstraße ist direkt neben den beiden Hauptsternen zu finden. Unten links im Bild ist ATAIR zu sehen, der hellste Stern im "Adler" und Teil des Sommerdreiecks aus DENEB im Schwan, Vega in der Leiher und eben Atair selbst.
Stellt man den etwas weniger hellen, gelberen Stern aus dem Gesichtsfeld des Fernglases/Teleskops so entdeckt man bereits auf den ersten Blick die satt abgesetzte Staubwolke B 142 in einer liegenden U-Form. (Neien ! Wie ein C sieht es nicht aus :P )
Bei genauerem Hinsehen und etwas weniger abgesetzt kann man mit kleiner Optik den darunterliegenden Staubstreifen B 143 ausmachen und das ganze im grossen steht wirklich auffällig wie ein fettes "E" am Himmel. Hence the name...

Danach wieder zurück in den Schwan, denn auch hier gibt es eine auffällige Dunkelzigarre, namentlich B 168, die auch "Road to Cocoon Nebula" genannt wird. Sie verläuft direkt vom Sternhaufen M39 bis hin zum Cocoonnebel und kann so zur Aufsuche desselben genutzt werden.


B 168 im Schwan, auch "Straße zum Cocoonnebel" oder schlicht "Dunkelzigarre" genannt.Bild aus Wikisky.org


Den bekanntesten der Barnardschen Dunkelnebel kennt wohl selbst der astronomische Laie:
Barnard 33, auch als Pferdekopfnebel bekannt ;)

Hm...war das hier nicht mal ein GalaxienkuckerBlog ??
Entschuldigung, lieber Leser - im Sommer ist halt eher Nebelzeit... Aber als nächstes gab es natürlich ein Paar Galaxien auf die Retina! Nach den üblichen Leuchttürmen im oder in der Nähe des Grossen Wagens (M81/82, M51 und M101) schwenkte ich das 20x80 in die Region zwischen Bärenhüter Bootes und dem Schwanz der Bärin. Die dort gerade wegsackenden Galaxien M94, NGC 4631 und das kleine Pärchen aus NGC 4490 und 4485 das Benny mir jüngst gezeigt hatte wollte noch zum Abschied gewunken haben.

Viel los dort: Aufsuchkarte aus der Deepsky Datenbank von Astroinfos.net

Nach weiteren kurzen Spaziergängen im Zenit war nun auch das Sternbild Pegasus hoch genug am Himmel und es packte mich ein wenig der Wahnsinn: Derart auffällig, wie die Galaxie NGC 7331 - der Schlüssel zur Aufsuche von "Stephan´s Quintett" - gewöhnlich im Übersichtsokular zu sehen ist sollte diese doch eigentlich auch im Fernglas zu erbeuten sein....

Gesagt, getan: Das Feld noch fix mit dem 10x50 erforscht und anschliessend "Das Grosse" draufgehalten. Mit ein wenig Augenverbiegen bin ich der Galaxie tatsächlich auf die Spur gekommen. Im indirekten Sehen war die Galaxie wirklich zweifelsfrei...naja...zu erahnen ;)
Ich kann sie aber als gesehen buchen, da hier kaum ein Irrtum möglich ist.

Hier noch ein bissi, da noch ein bissi spazierengekuckt, dann wurde der aufgehende Mond langsam heller und machte weitere Versuche etwas neues zu entdecken wie immer unmöglich.
Aber es gab ja noch eine Nacht.....


Gruß aus dem JanEtarium und bis gleich

Der Jan

Donnerstag, 1. Juli 2010

Enthunzungen...

Endlich wieder was zu verbloggen :)
Zwar wurde nur am Rande beobachtet, aber der Erfolg in anderen Disziplinen rechtfertigt den Eintrag allemal:

Benny H. - Bekannter, Sternfreund, mein Mitbeobachter, Betreiber von www.Taunus-Astronomie.de und seit nahezu zwei Jahren täglicher Wegbegleiter in Schriftform, der Präsentere meiner beiden Mentoren in Sachen Astro - hatte sich erfreulicher Weise mal wieder im JanEtarium eingefunden. Es galt seinem erst kürzlich fertig erbauten 12"er endlich ins Martini-Kleidchen zu helfen...

Einiges lag im Argen: So befand sich beispielsweise der Fokuspunkt in dem die zum Einsatz kommenden Okulare scharf zu stellen sind viel zu weit innerhalb des Okularauszugs. Simpel gesprochen: Das Teleskop war in sich zu lang. Bei einem Volltubus-Teleskop wie dem meinen eine komplizierte Operation, bei einem Gitterrohrtubus wie Benny ihn künftig schwenkt allerdings um Klassen einfacher zu lösen, wenn man präzise arbeitet.

Schritt 1 vollbracht, nur zu hochbeinig ist "Sie" noch...

Glücklicher Weise war die benötigte Ablängung schon recht genau berechnet, sodaß ich eigentlich nur noch die Säge auspacken musste ;) Gesagt, getan - nach dem üblichen (aber nicht minder herzlichen) Empfangs-Hallo ging es ans Werk und keine halbe Stunde später waren wir bereit zum testen. Teleskop zusammengebaut, ab in den Hof und ausprobiert. Was soll ich sagen: PASST :) Sowohl intra- als auch extrafokal kommt man auch mit kritischen Okus zu einer knackscharfen Abbildung UND es bleibt in beide Richtungen sogar noch Fokusweg übrig....

Die Forensik zum zweiten Problem brachte direkt noch ein drittes zu Tage:
Das Teleskop war durch den schweren Spiegel arg hecklastig - grob gewogen hätte man DREI KILO Gewicht verbasteln müssen um die Balance des ganzen herzustellen ! Also musste der Schwerpunkt neu berechnet und die Höhenlager versetzt werden.

Bei den Tests hierzu zeigte sich, daß die Martini-Höhenräder von Ihrem Erbauer recht wackelig, geradezu fahrlässig instabil, zur Montage vorbereitet worden waren. Einmal nicht aufgepasst, schon hüpft das ganze Teleskop beim flacheren Neigen aus der Führung der Rockerbox... DAS kann so nicht bleiben.

Die eigentliche OP verlief völlig schmerzfrei....ging ja "nur" ums bohren von 4 Löchern. Allerdings ist die Schwerpunktfindung bei einem solchen Scope nicht ganz unknifflig und bereitete uns einiges Kopfzerbrechen. Um den geneigten Leser nicht allzu sehr zu langweilen:

Wir hams hingekriegt und auch der Balancepunkt sitzt nun PERFEKT :)

Selbst mit meinem Monster Übersichts-Okular nickt das Teleskop nicht nach vorne weg und wenn der Sucher später montiert ist sackt es beim Wechsel auf leichtere Linsen auch nicht nach hinten nach.

Trommelwirbel:

Da steht sie nun und blickt stolz zur Venus...

Einen ersten Test wollten wir uns natürlich nicht nehmen lassen - auch wenn der Himmel indiskutabel war wurde die frisch gebackene 12"erin auf den Feldweg geschleift und gen flach stehender Venus geschwenkt...Boah, wie langweilig :P Aber für Benny an diesem Abend wohl der schönste Anblick der Welt ! Als klar war, daß wirklich alles geklappt hat vollzog Benny noch die Taufe seines neuen Geräts:


Hypatia heißt Sie nun...


Fazit: Operation gelungen, Patientin ENDLICH fertig, Mitbeobachter glücklich gemacht !
Was will man mehr. Einen kleinen Gratulations-Thread gibt es HIER zu lesen.


Gruß aus dem JanEtarium und klaren Himmel wünscht


Der Jan

Dienstag, 15. Juni 2010

Noch ein wenig Schneeballschlacht

Gestern Nacht, besser heute morgen wurde ich des Kometen erneut ansichtig...
Die Situation war nicht signifikant besser als in der Nacht zuvor, der Blick in PER aber weniger diesig. Ich konnte R1 McNaught wieder etwas deutlicher, allerdings auch wieder nur als "fluffiges Sternchen" in beiden Ferngläsern beobachten und war entzückt.

Der Komet schien nun wirklich hell, ordentlich groß - nix mehr Funzel - und war in der Summe eher dem gleich, was ich mir von einem 5,5mag Objekt erwartet hatte... Einen Schweif oder -ansatz gab es natürlich nicht zu sehen, da müsste ich wohl mal mit dem 10"er ran. Mach ich aber nicht.

Mein lieber Bekannter Heiko hat zwischenzeitlich ein hübsches Bild vom Kometen geschossen:

Foto bei Heiko Mehring geklaut

und einen kleinen Bericht geschrieben.
Man folge auch diesem Link zu Heiko-schaut-ins-All ,
wo es eigentlich immer was interessantes zu lesen gibt....


Auch Winnie war nicht untätig - es gibt neue Aufsuchkarten:

Bahnverlauf von R1 in der Übersicht
...und im Detail für weitere 6 Nächte


Ich danke allen beklauten für das Bildmaterial ;) und wünsche uns allzeit klaren Himmel.


Gruß aus dem JanEtarium

Der Jan

Montag, 14. Juni 2010

Mixed Pickles

So, Komet #2 in diesem Monat kann ich nun endlich als "gesehen" buchen...!

Hier sollte jetzt Jubel folgen, ich bring´s aber nicht fertig das so zu schreiben.
Irgendwas habe ich ja immer zu meckern und latenten Zorn verspüre ich schon irgendwie, also raus damit:

Seit Tagen klicke ich stündlich über die Wetterseiten und warte auf das Loch in den Wolken das mir den Kometen C/2009 R1 McNaught vor die Objektive bringt. Gestern Nacht war es soweit, über mir alles frei, die Sommermilchstrasse in unglaublicher Pracht überm JanEtarium und die zum aufwärmen betrachteten Nebelchen und Sternfelder erfreuen des Betrachters Aug´ :)

Wolken gibt es nur in einem Handtellergrossen Bereich des Himmels - und nun darf der Leser raten WO.... Klar ! Sternbild PER, Zentralbereich ab Mirphak abwärts. Exakt dort hält sich der Komet derzeit auf :



Aufsuchkarten mit freundlicher Genehmigung auf Winnies Kometenseiten geklaut....Danke Winnie !



Der Komet ist im Vergleich mit den zuvor von mir beobachteten Schneebällen geradezu unanständig schnell, zieht in kurzer Zeit über den halben Himmel und das Zeitfenster zur optimalen Beobachtung wird immer kleiner und kleiner. Ende des Monats ist eigentlich wieder Schluss mit lustig. Den Mond mal ganz aussenvor entflieht McNaught in flache Horizontnähe und wird trotz wachsender Helligkeit kaum besser zu sehen sein als jetzt - warum auch ? Könnte ja Spaß machen............

Weg von R1 McNaught über einen Monat, erstellt mit CNebulaX.

Zurück zu gestern Nacht: irgendwann gab es mal eine Lücke in dem sonst bewegungslosen Wolkenfeld und ich konnte mit dem 10x50 Fernglas auf die Suche gehen. Links, recht...da isser !
Der Komet hat eine visuelle Helligkeit von etwa 5mag, kommt dank der Wolken aber trotzdem schwächer daher als der letzte Woche beobachtete C/2009 K5 McNaught, obwohl er glatte drei Grössenklassen heller ist.
Trotzdem ist es ein Erlebnis ihn heute endlich festzunageln und das diffuse, aber wirklich schön zu betrachtende Gebilde am Himmel zu bestaunen.
Beim Wechsel zum 20x80 Triplet schwillt der Komet deutlich an, es kommen noch einige ihn umgebende Sternchen mehr in Sicht und schmücken den Anblick schon ein wenig mehr. Es folgt wieder Konjunktiv:
WENN, ja WENN die Wolkenbank nicht wäre - Mensch, man könnte vielleicht sogar einen Schweifansatz sehen *heul*
Heute wird es damit leider nichts, die wahre Grösse und Helligkeit dieses Prachtkerls kann ich wieder mal nur erahnen...

Zum Abschluss der Beobachtung noch ein paar Galaxien auf die Netzhaut: M101, M81/82, M51.... Japp ! Alle noch da, heute aber auch kein Genuß - Wolkensiff halt. Jetzt geht langsam garnichts mehr.

Ich ziehe mir diese Zeilen mit reichlich gebremstem Eifer aus der Nase, die Enttäuschung sitzt tief und ich kann einfach nicht glauben wieviel Pech ich in letzter Zeit mit dem Wetter habe - oder war das letztes Jahr wirklich alles nur unverschämtes Glück ??

Gruß aus dem JanEtarium

Der Jan

Freitag, 4. Juni 2010

Sommer ist, was in Deinem Kopf passiert...

Sommerzeit, Nebelzeit...

Die Galaxienjagd kann man nun langsam aber sicher aufstecken, denn der Himmel wird dank des zu flachen Sonnenlaufs nun einige Monate zu hell für meine Lieblingsobjekte.

Macht aber nix, denn es gibt ja noch die Sommermilchstrasse mit ihren Nebeln
und natürlich die derzeit stetig heller werdenden Kometen. Sicher gibt´s letztere auch im Winter - es überschneiden sich derzeit aber gerade wieder ein paar besonders hübsche und helle.

Gestern war ENDLICH mal wieder gescheiter Himmel mit sauberster Durchsicht und so konnte ich das JanEtarium evo III ausgiebig nutzen :)
Natürlich galt mein erster Blick wieder meiner Hass-/Lieblingsgalaxie IC 342,
aber es war noch ein wenig früh um wirklich ernsthaft mit dem FG nach ihr zu schauen.

Eine Lösung zum BeoDilemma war schnell gefunden:
Komet C/2009 K5 McNaught stand geradezu perfekt und wurde aufgesucht.
Nach einigem hin und her konnte ich den wirklich schönen Kometen im 20x80 Triplet klar und direkt sehen und bestaunen.

Ein schön elongierter, fluffiger Komet - abgesehen von der Farbe wirklich wie im Foto - stand auffällig bei einer kleinen Sternengrupppe im Gesichtsfeld.
Ich kann mich an den Dingern kaum satt sehen: eine Stunde später starrte ich immernoch gebannt hin...

Weg des Kometen C/2009 K5 McNaught über 4 Wochen

Mit kleiner Öffnung ging heute irgendwie nichts - versucht hab ich es aber.
Selbst wissend wo zu suchen ist konnte ich K5 leider nicht sicher im kleinen Glas festnageln.
Und da "nicht sicher" in der Astronomie als "ungesehen" gilt... *seufz*

Beseelt und beflügelt durch den schönen Anblick des fliegenden Schneeballs mit Staubspur machte ich mich mit dem Mondaufgang im Nacken nun auf die Suche nach den Sommerstandards:
Im Fernglas fehlten mir da noch so einige.

Zu Beginn gab´s den Nordamerikanebel NGC 7000 auf die Augen.


Bild geklaut bei Christian Bartzsch ;)
Zur Abwechslung mal was in Farbe....


Dieser Nebel liegt direkt am hinteren Ende des Sternbildes Schwan, neben dem markanten Hauptstern "Deneb".
Warum er "Nordamerikanebel" genannt wird sollte schnell einleuchten,
selten erschließt sich einem die Nomenklatur derart eindeutig ;)

Im 10x50 etwas schwach, aber unübersehbar präsent....im 20x80 wie hingenagelt und von fast aufdringlicher Deutlichkeit die ich vom Teleskop her nicht kenne zeigt sich mir dieses Paradeobjekt des Sommerhimmels. Ich kriege den Mund kaum zu und muss leider schon wieder eine lästige Floskel einflechten: SO hab ich den noch nie gesehen !

Oft wird für dieses Objekt die Nutzung eines Grossfeldteleskops in Kombination mit einem Nebelfilter für das OIII oder UHC-Spektrum empfohlen - ich kann darüber heute nur lachen,
denn wie deutlich mir der Nebel hier angesichts des noch vergleichsweise tiefen Standes entgegenstrahlt spottet jeder Beschreibung und lässt mich beim Gedanken an den Kauf eines Filters für das Fernglas nur noch in den "BeömmelModus" wechseln.
"Wenn DER mal hoch genug steht blendet er." denke ich bei mir :D

Vielleicht meinem, durch den Erfolg an Komet und Fabelnebel ausgelösten, Übermut geschuldet mache ich mich sogleich auf die Suche nach der nächsten mythischen Fackel im "Schwan":
Der Cirrusnebel (oder wenigstens Teile davon) soll her...

Zeichnung eines Teils des Cirrus-Komplexes von Benny Hartmann, Taunus-Astronomie.de

Was soll ich sagen.....Hier verliessen sie ihn dann !
Leider muss ich DIESEN Nebel in dieser Nacht als "ungesehen" buchen, warum hier nichts zu machen war kann ich nicht genau sagen - GEHEN tut er im Fernglas, soviel ist sicher...

Eigentlich wird auch für dieses Objekt ein Nebelfilter empfohlen,
im Teleskop habe ich das Phänomen des "plötzlich eingeschalteten Nebels" bei Filternutzung auch selbst beobachtet, wie allerdings am oben beschriebenen NGC 7000 "der Punk abging", so ist es mir eine besondere Herausforderung auch diesen Mythos möglichst schnell zu demontieren. Wenigstens für den geneigten Fernglasbeobachter...

Heute sieht die WetterPrognose wieder nach herrlichstem Beobachtungshimmel aus.
Die Chancen stehen gut, daß ich vielleicht doch noch einen Abschuss verbuchen kann ;)
Ich werde berichten.


Gruß und klaren Himmel

Der Jan

Nachtrag: In der folgenden Nacht konnte ich die "Knochenhand" sehr wohl und auch deutlich in beiden FGs sehen und auch geniessen. Der "Sturmvogel" bleibt vorerst ungesehen, die zerfransten Bereiche zwischen den beiden laufen unter "joaaahmmm...irgendwasistda".




Mittwoch, 2. Juni 2010

JanEtarium evo III



Ist ja langsam lächerlich, was der Himmel mit uns macht...
Nichtmal zum kurzen Fernglas schwenken kommt man.

Na, wenigstens ist so zwischenzeitlich die dritte Evolutions-
(Ausbau-)Stufe des JanEtariums fertig geworden.

TADAAA !

Wolken...natürlich.


Ein Hub-Klappfenster aus elfenbeingleichem Kunststoff
feinster Güte ;) hat das alte, undichte Holzding ersetzt,
unter dem man sich ständig bücken musste.
Reingeschneit hatte es beim letzten Schneesturm gar...

Außerdem ist das klapprige Kugelkopfstativ aus den 70ern nun einem im Vergleich luxuriösen Modell aus Fernost gewichen. Der neue Beobachtungsunterbau ist deutlich stabiler als die altersschwache Gerätschaft die ich zuvor benutzt habe.
Die mitgelieferten Schnellwechselplatten (ungeahnter Komfort...) machen das Wechseln der Optik zur Sekundensache (sic!) und die Orientierung bleibt direkt erhalten.
Ein Objekt nun in kurzer Folge in 2 Optiken zu beobachten und zu vergleichen was man sieht ist zum Kinderspiel geworden und schon DAS ist jeden Cent wert!


Hatte ich das mit der Hubhöhe von 192cm und dem Neiger schon erwähnt ??^^


Obendrein habe ich meine Aufsuchkartenlösung etwas fernglasgerechter abgestimmt
und mir den Mag7 StarAtlas in tutti ausgedruckt und in Folien gezogen.
Das so entstandene Kartenwerk ist noch praxisgerechter, enthält es doch weniger verwirrendes...



Manchmal ist weniger eben mehr.

Jetzt muss es heute nur noch klar werden !

Gruß und klaren Himmel
Der Jan